blog_degam_paulskirche-coverAls Gastgeber des 50. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) zieht das Institut für Allgemeinmedizin in Frankfurt ein durchweg positives Resümee: ein anspruchsvolles und vielfältiges wissenschaftliches Programm, angeregte Diskussionen auf und neben dem Podium und mit 835 Anmeldungen ein neuer Teilnehmerrekord – darunter rund 150 Studierende und über 100 Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung.

blog_degam_evhUnter dem Motto „Tradition wahren – Aufbruch gestalten – Hausärzte begeistern“ präsentierte der Kongress das breite Spektrum der wissenschaftlichen Allgemeinmedizin und zeigte die vielfältigen praktischen Gestaltungsmöglichkeiten des Fachgebiets auf. Dabei standen die evidenzbasierte und patientenzentrierte Versorgung chronisch Kranker, innovative Versorgungsformen sowie die Nachwuchsförderung in Aus- und Weiterbildung im Fokus des wissenschaftlichen Austausches. Daneben sorgten auch die hochkarätigen Keynote Lectures für Begeisterung: Während Prof. James McCormack (Kanada) die Probleme und Lösungen beim Thema Polypharmazie diskutierte und Prof. Paul Glasziou (Australien) verbreitete Überversorgung deutlich machte, erinnerte Dr. Eckart von Hirschhausen die Hausärztinnen und Hausärzte daran, dass Humor manchmal mehr bewirkt als die neuste High-Tech-Medizin.

blog_degam_baum-und-gerlachDie große Anzahl junger Kongressteilnehmerinnen und -teilnehmer bestätigt die erfolgreiche Arbeit der DEGAM und der universitären Allgemeinmedizin in der Aus- und Weiterbildung. Dies unterstreicht einmal mehr die Zukunftsfähigkeit des Fachs und lässt die Akteure künftigen Herausforderungen gestärkt entgegenblicken. Der Ausbau der Nachwuchsförderung war eines der primären Ziele, die Prof. Ferdinand M. Gerlach, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin in Frankfurt, sich für seine Amtszeit als DEGAM-Präsident gesetzt hatte, die mit dem diesjährigen Kongress turnusgemäß endete. Seine Nachfolge hat Prof. Erika Baum angetreten.

blog_degam_festschriftNeben dem wissenschaftlichen Erfolg des Jubiläumskongresses in Frankfurt trugen auch ausgewählte Besonderheiten des Rahmenprogramms zu dessen Gelingen bei, wie die feierliche Eröffnung in der Paulskirche, die Mittagspause auf vor den Toren des Universitätsklinikums ankernden Schiffen und der stimmungsvolle Festabend mit Gesangseinlagen und Tanz bis in den frühen Morgen.

Das Frankfurter Institut für Allgemeinmedizin erhielt im Rahmen des Kongresses auch zwei wissenschaftliche Auszeichnungen. Der dritte Platz des Dr. Lothar Beyer-Preises 2016 (Deutscher Forschungspreis für Allgemeinmedizin) sowie der Posterpreis in der Kategorie „(Forschungs-) Projekt mit hoher Relevanz für die allgemeinmedizinische Aus- und Weiterbildung“ gingen an Mitarbeiter des Frankfurter Teams.