Vom 24. bis 26. August 2021 fand zum zweiten Mal die Frankfurt Cancer Conference statt – bedingt durch die Corona-Pandemie als Hybrid-Veranstaltung. Rund 100 Krebsforscher* innen, Nachwuchswissenschaftler* innen und klinisch tätige Onkolog*innen kamen am Campus Westend zusammen, während sich über 400 weitere Teilnehmende via Zoom der Konferenz zuschalteten.

Auch der BionTech-Gründer Uğur Şahin nahm an der Frankfurt Cancer Conference teil (s. auch S. 10). Screenshot: Felicitas Cremer

Unter dem Motto „From Molecular Research to Mechanism-based Cancer Therapy“ präsentierten weltweit renommierte Expertinnen und Experten in neun Themenblöcken und 36 Vorträgen neue Erkenntnisse aus der translationalen Krebsforschung und diskutierten diese mit einem internationalen Fachpublikum, das von Südamerika und den USA über Europa bis nach Asien und Australien reichte. Das hochkarätig besetzte Programm rund um das Tumormikromilieu, Immuntherapien, Tumorstammzellen sowie innovative Ansätze der personalisierten Onkologie legte dieses Mal einen besonderen Fokus auf die Lymphom- und Leukämieforschung. Auch die Nachwuchsförderung genoss mit sechs Kurzvorträgen aus den Standorten der Mildred-Scheel-Nachwuchszentren einen besonderen Stellenwert.

Durch die tatkräftige Unterstützung eines professionellen Technikteams gelang es, sowohl den Teilnehmenden am Campus Westend als auch allen virtuellen Besucher* innen ein reibungsloses Konferenzerlebnis zu ermöglichen. In den Diskussionsrunden waren die Wortmeldungen aus dem Saal online genauso zu hören wie die Beiträge der Teilnehmenden, die sich per Video oder über das Q&A-Tool einbrachten. Neben interaktiven Career Sessions mit etablierten Wissenschaftler* innen gab es sowohl vor Ort als auch online zahlreiche Gelegenheiten zum Networking, die intensiv genutzt wurden. „Great meeting, even under pandemic conditions!“ „Even online one almost had the feeling to be at the conference“ „The conference was very well organized and the technical effort was huge and worked out very well!“ – lautete das einstimmige Fazit der Teilnehmenden.

Nicht zuletzt bot die internationale Fachkonferenz auch eine Bühne für die laufenden Aktivitäten in der Grundlagen- und klinischen Forschung des Universitären Centrums für Tumorerkrankungen (UCT), des Deutschen Krebskonsortiums (DKTK) Standort Frankfurt/Mainz und des Frankfurt Cancer Institute (FCI), die die Fachveranstaltung organisiert und zusammen mit der Goethe-Universität ausgerichtet hatten. „Der zusätzliche Aufwand für die Durchführung der Frankfurt Cancer Conference als Hybridveranstaltung hat sich definitiv gelohnt. Dank der virtuellen Komponente haben wir eine noch größere internationale Reichweite der Konferenz realisiert. Und auch wenn man verschiedene Einschränkungen hinnehmen musste, waren die Teilnehmenden am Campus Westend froh, endlich wieder ihre Forschung ‚von Angesicht zu Angesicht‘ diskutieren zu können. Der wissenschaftliche Austausch hat dadurch in jedem Fall profitiert“, resümiert Prof. Dr. Thomas Oellerich, Chair des Organisationskomitees der diesjährigen Frankfurt Cancer Conference.

Felicitas Cremer

Programmübersicht und weitere Informationen www.frankfurtcancerconference.org

Dieser Beitrag ist in der Ausgabe 5/2021 (PDF) des UniReport erschienen.