Nach mehr als 160 Panels und Podiumsdiskussionen und Lectures: Am Freitag, 28. September, ist die 27. Jahrestagung der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) zu Ende gegangen. Etwa 1000 Expertinnen und Experten beschäftigten sich mit dem Thema „Grenzen der Demokratie“. Sowohl die DVPW als auch die Organisatoren an der Goethe-Universität zeigten sich am Freitag sehr zufrieden mit dem Verlauf des Kongresses.

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der DVPW, Armin Schäfer, dankte dem Organisationsteam: „Alles hat perfekt funktioniert und unsere Mitlieder konnten sich darauf konzentrieren, über spannende politikwissenschaftliche Forschung zu sprechen. Der Kongress ist aus Sicht des Vorstands sehr erfolgreich verlaufen.“ Organisiert wurde der Kongress von Brigitte Geißel und Jonathan Rinne (beide Goethe-Universität): „Wir sind übermäßig glücklich, dass der DVPW-Kongress in Frankfurt stattgefunden hat, nicht zuletzt wegen des drängenden Themas ‚Grenzen der Demokratie‘. Wir danken der Goethe-Universität, unserem Team und den Sponsoren für die großartige Unterstützung.“

In den Panels und Podiumsdiskussionen beschäftigten sich die Diskutanten mit zahlreichen Fragestellungen rund um Demokratie. Dabei ging es um eine Bestandsaufnahme der Herausforderungen und Grenzen, aber vor allem um die Weiterentwicklungsmöglichkeiten der Demokratie. Auch Gastredner Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte in seiner Rede am Mittwoch vor einem rein destruktiven Diskurs über den Zustand der Demokratie: „Gerade in Zeiten der Umbrüche sind Hysterie und Alarmismus wenig nützlich“, sagte Steinmeier. Auch nach Meinung des Keynote-Speakers Hanspeter Kriesi (EUI Florenz) solle sich die Politikwissenschaft mit zwar mit der detaillierten Analyse von bestehenden Problemen beschäftigen. Der Schweizer Politikwissenschaftler warnte aber vor Übertreibung: „Lasst uns nicht zu dramatisch werden.“

Hochkarätige Diskutanten, unter ihnen unter anderem Jane Mansbridge (Harvard University), Wolfgang Merkel (Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin), Mark Warren (University of British Columbia) oder Andrew Moravcsik (Princeton University) waren zu Gast in Frankfurt. Der Fokus der Diskussionen und Vorträge lag dabei nicht nur auf Populismus oder Fragen der Identität. Die Vielfältigkeit, die das demokratische Gemeinwesen auszeichnet, zeigte sich auch während des gesamten Kongresses. Gemeinsam wurde in den Panels stets konzentriert und ergebnisorientiert über Themen wie die politische Repräsentation oder die Zukunft der Gewerkschaften debattiert. Aber auch exotischere Schwerpunkte wie die Frage nach Rekrutierung und Karriereverläufen zwischen Kommunen, Land und Bund trugen zur rundum gelungenen Atmosphäre der vier Kongresstage bei.