Der Campus Westend nicht ohne Grund von vielen Besuchern „Deutschlands schönster Campus“ genannt. In einem Zeitraffer-Slider blicken wir auf seine Anfänge zu Beginn der 2000er Jahre zurück.

Der vom historischen IG Farben-Haus aus entwickelte Campus Westend der Goethe-Universität zählt heute zu einem der schönsten Universitäts-Standorten Europas. Das vom Architekten Hans Poelzig 1929 für die IG Farben errichtete Gebäude ist eines der bedeutendsten Verwaltungsbauwerke dieser Epoche. Nach der Machtergreifung der Nazis 1933 war das Gebäude wegen der großen wirtschaftlichen Bedeutung der IG Farben in das politische Terrorregime der Nationalsozialisten eingebunden. Nach dem Krieg verklagte Norbert Wollheim als ehemaliger Zwangsarbeiter der IG Farben den Konzern auf Schadenersatz. Daran erinnert heute auf dem Campus das Wollheim-Memorial.

In Verbindung mit dem zur Hofseite gelegenen „Casino“, mit den dazwischenliegenden Wasserspielen und dem Garten, vermittelt die Anlage heute den Eindruck ungewöhnlicher Großzügigkeit bei gleichzeitiger Intimität. Von dieser Großzügigkeit haben sich auch die inzwischen fertiggestellten Gebäude des ersten Neubauclusters inspirieren lassen. So setzt zum Beispiel das tageslichtdurchflutete Hörsaalzentrum von Ferdinand Heide ästhetische und funktionale Maßstäbe. Oberhalb des historischen IG Farben-Hauses und Casinos wird der Campus Westend bis 2020 in mehreren Bauphasen realisiert.

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Fertiggestellt sind neben dem ersten auch bereits der zweite Neubauabschnitt mit dem 2013 bezogenen Gebäuden für Präsidium und Zentralverwaltung sowie dem Neubau für die Psychologie, Erziehungs- und Gesellschaftswissenschaften sowie Exzellenzcluster Herausbildung Normativer Ordnungen. Derzeit entsteht der dritte Bauabschnitt, dessen Auftakt das ebenfalls von Ferdinand Heide geplante, 2015 eröffnete Seminarhaus bildet. Zum dritten Bauabschnitt gehören die noch zu realisierenden Gebäude für die Kunst- und Kulturwissenschaften und das Studierendenhaus, die sich derzeit ebenfalls noch in Bockenheim befinden. Ein möglicher Umzug der Uni-Bibliothek von Bockenheim ins Westend soll unter anderem auch mit Hilfe privater Geldgeber gelingen.

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