Im August feiert die Campus Kita am Campus Westend ihren 15. Geburtstag. Betreut werden dort vor allem Kinder von Uni-Beschäftigten. Das offene Konzept bietet den Kleinen viel Raum zur Entfaltung.

Seit 2002 gibt es sie, seit 2007 ist sie im ehemaligen Gärtnerhaus (mittlerweile ausgebaut) auf dem Campus Westend zuhause: Die Campus Kita. Im August feiert die Einrichtung ihren 15. Geburtstag und lädt dazu auch ehemalige Kita-Kinder mit Familien und Freunden ein. Grund genug für eine Stippvisite in der Kita. Montagmorgen, kurz vor neun. Rush hour in der Campus Kita. Gedränge an den Garderoben, die großen Kinder sausen los zu ihren Freunden, die kleinen werden liebevoll in Empfang genommen von den Erzieherinnen und Erziehern.

»Wir sind eine der wenigen Kitas in Frankfurt, in denen Kinder vom Krabbel- bis zum Vorschulalter betreut werden«, erzählt Kita-Leiterin Andrea Nordheimer von der gemeinnützigen BVZ GmbH, dem Träger der betriebsnahen Uni- Kitas. »Das klappt wunderbar: Die Kleinen lernen so viel von den Großen, und die größeren Kinder üben sich in Rücksichtnahme und genießen es auch, sich um die Jüngeren kümmern zu können.«

Hereinspaziert und mitgefeiert!

Am Freitag, 25. August 2017, feiert die Campus Kita ab 15 Uhr ihr 15. Jubiläum. Eingeladen sind neben den aktuellen auch alle ehemaligen Kita-Kinder mit ihren Familien und Freunden sowie frühere Kita-Mitarbeitende. Die Gäste können sich unter anderem auf ein buntes Zirkusprogramm freuen.

Die meisten der 75 Campus-Kita-Kinder sind »Uni-Kinder«: 75 Prozent der Betreuungsplätze sind für den Nachwuchs von Uni- Beschäftigten reserviert, die anderen Plätze werden vergeben an Kinder von Studierenden und aus dem Stadtteil. Die Einrichtung arbeitet nach dem offenen Konzept. Das heißt, es gibt keine festen Gruppen, sondern die Kinder bewegen sich frei und suchen sich ihre Räume nach den eigenen Neigungen aus:

Getobt werden kann zum Beispiel im Garten oder im Bewegungsraum, erste handwerkliche Fähigkeiten werden im Werkraum erprobt, die Bücherecke wird gemeinsam oder auf eigene Faust erforscht … Für Geborgenheit und Halt sorgen die Paten (die dem Kind zugeordneten Erzieherinnen und Erzieher) und Rituale wie der Morgenkreis. »Die Kinder sind in ihrem eigenen Tempo unterwegs«, sagt Andrea Nordheimer.

»Sie tragen ihre Interessen an uns heran, und unser Anliegen ist es, diese sowohl in unserer alltäglichen Arbeit als auch gezielt mit pädagogischen Angeboten und Projekten aufzugreifen.« Diese Bildungsarbeit finde sowohl innerhalb der Kita als auch bei Ausflügen auf dem Campus und in die Umgebung statt. Und was sagen die Eltern? »Die Campus- Kita bietet meiner Tochter den Entwicklungs- und Entfaltungsspielraum, den sie braucht.

In der Campus Kita haben Kinder viel Raum zur Entfaltung.

Die Nähe zu meinem Arbeitsplatz verschafft uns zudem mehr gemeinsame Zeit«, sagt Franziska Würfel, Gremienreferentin im Justitiariat. »Die Campus-Kita ist für unsere Familie ein wichtiger Ort. Meine Kinder fühlen sich in der Campus-Kita wohl«, erklärt PD Dr. Torsten Riotte vom Historischen Seminar (Fachbereich 08) und erläutert: »Das offene Konzept, in dem die ganz Kleinen bereits mit den Vorschulkindern spielen – und umgekehrt – weckt Neugierde und Abenteuerlust, lehrt Rücksicht und Verantwortungsgefühl.

Es ist schön, zu sehen, wie sich meine drei Kinder dort entwickeln und entwickelt haben. Für mich ist wichtig, dass die Leitung und die Erzieherinnen und Erzieher in der Kita offen sind für die Sorgen und Bedürfnisse der Eltern. Hier haben wir als Eltern viel Verständnis erfahren. Beruf und Familie lassen sich durch die Arbeit der Campus-Kita nicht nur vereinbaren.

Ich gehe mit einem guten Gefühl ins Büro, weil ich weiß, dass die Campus-Kita meinen Kindern den Raum bietet, um sich zu entwickeln, weil sie es zulässt, dass Kinder dort Dinge tun, die man sonst nur selten tun darf und weil sie es für sie möglich macht, einfach Kind zu sein.«

Das Konzept, die positive Atmosphäre und die schöne Umgebung kommen also gut an, und die Betreuungsplätze in der Campus Kita sind begehrt. Beschäftigte, die ihr Kind dort vormerken lassen möchten, können die Anmeldung im Familien-Service der Goethe- Universität abgeben. Informationen »

Dieser Artikel ist in der Ausgabe 2.17 der Mitarbeiterzeitung GoetheSpektrum erschienen.