Jan-Otmar Hesse, Roman Köster, Werner Plumpe; Die Große Depression Die Weltwirtschaftskrise 1929 –1939

Jan-Otmar Hesse, Roman Köster, Werner Plumpe; Die Große Depression Die Weltwirtschaftskrise 1929 –1939

In der jüngeren Wirtschaftsgeschichte war die Weltwirtschaftskrise das gravierendste Ereignis. Den Krisen von 1929 und 2008 wird Ähnlichkeit unterstellt. Die These lautet, dass man aus der Krise nach 1929 gelernt habe und die staatliche Wirtschaftspolitik die heutige Krise wirksam eingedämmt und eine Eskalation verhindert hat. Die Autoren verdeutlichen, dass die Behauptung der Vergleichbarkeit der Krisen die Anwendung extremer Maßnahmen rechtfertigt.

Wirtschaftshistorisch sei die Ähnlichkeitsthese nicht haltbar. Dies belegen die Autoren, indem sie die fundamentalen Unterschiede zwischen 1929 und 2008 herausarbeiten. Es ist eine umfassende Darstellung auf dem aktuellen Stand der Forschung mit Blick auf die Finanz- und Eurokrise. Ökonomische Krisen – so eine weitere These – kehren zwar einerseits immer wieder, sind aber schwer kalkulierbar, da jede ihre eigene spezifische Prägung hat.

Ursachen, Mechanismen und Folgen lassen sich aber beschreiben und geben Aufschluss. Am Beispiel der Weltwirtschaftskrise wird deutlich: Aus einer Abfolge volkswirtschaftlicher Einzelkrisen entstand in einer international verflochtenen Wirtschaft ein ökonomischer Flächenbrand.

Jan-Otmar Hesse ist Professor für Wirtschaftsgeschichte an der Universität Bielefeld.

Roman Köster ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität der Bundeswehr München. Werner Plumpe ist Professor für Wirtschaftsgeschichte an der Universität Frankfurt am Main.

Jan-Otmar Hesse, Roman Köster,
Werner Plumpe
Die Große Depression
Die Weltwirtschaftskrise 1929 –1939
Campus Verlag 2014, Frankfurt am Main
242 Seiten, gebunden, 19,90 Euro