Bild3: Der Solare Nebel in einer künstlerischen Darstellung. (Copyright: NASA/JPL)

Das Observatorium auf dem Mauna Kea auf Hawaii ist weltberühmt. Weitaus weniger bekannt ist jedoch, dass die Hawaiianische Inselkette auch eines der international führenden Institute für Kosmochemie beherbergt, das Institut für Geophysik und Planetologie (HIGP). Dort arbeitet der renommierte Kosmochemiker Prof. Alexander Krot, der nun für ein halbes Jahr als Humboldt-Forscher an der Goethe-Universität tätig ist.

Schon seit Jahren arbeiten der Geowissenschaftler Prof. Frank Brenker von der Goethe-Universität und Prof. Alexander Krot erfolgreich zusammen. Das war der Anlass für Krot, sein Institut für Geophysik und Planetologie (HIGP) auf Hawaii vorübergehend zu verlassen, wo ihm eine große Anzahl leistungsfähiger Messinstrumente zur Verfügung stehen, um extraterrestrisches Material zu untersuchen. Als Träger des Humboldt-Forschungspreises ist er nun für sechs Monate in Frankfurt am Main tätig.

Am Institut für Geowissenschaften der Goethe-Universität engagiert sich Krot sowohl in der Lehre als auch in der Forschung. Ganz besonders interessiert er sich für die Untersuchungsmethoden auf der Nanoskala mittels Transmissionselektronenmikroskopie und Synchrotron-Strahlung, ein Spezialgebiet von Frank Brenker.

Bekannt wurde Alexander Krot vor allem durch seine Arbeiten zur Bildung der ersten Festkörper unseres Sonnensystems. Zahlreiche grundlegende Erkenntnisse aus der „Kinderstube“ des Solaren Nebels beruhen auf seinen Forschungsergebnissen. Mit inzwischen mehr als 160 Publikationen, 14 davon in „Nature“ oder „Science“, verfügt er über ein sehr eindrucksvolles wissenschaftliches Werk.

Krot ist nicht nur einer der einflussreichsten und erfolgreichsten Forscher auf dem Gebiet der Kosmochemie, der Wissenschaft von der Entstehung und Verteilung der chemischen Elemente und Verbindungen im Universum; er ist auch ein exzellenter Lehrer. In gleich mehreren Bachelor- und Masterprojekten kann er sein Wissen nun auch direkt weitergeben. „Es ist eine einmalige Chance für unsere Studierenden, schon so früh mit einem international so erfolgreichen Forscher zusammenarbeiten zu dürfen“, freut sich Brenker. „Einige kennen Herrn Krot bereits von seinen zahlreichen wegweisenden Publikationen, und da ist es natürlich eine aufregende Erfahrung, sich nun so direkt mit ihm austauschen zu können“.

Quelle: Pressemitteilung vom 2. November 2018