Damit das Corona-Virus eingedämmt werden kann, soll man sich nach Möglichkeit zuhause aufhalten und physischen Kontakt mit anderen Menschen vermeiden. Diese Isolation kann aber für viele Menschen sehr belastend sein: Grübeln, Ansteckungsängste, Einsamkeit, Sorgen um die Zukunft und Depressionen können die Folge sein. Am Zentrum für Psychotherapie des Instituts für Psychologie wird daher eine Krisenberatung für Personen eingerichtet, die unter den psychischen Folgen der Corona-Pandemie leiden.

Auch Familien sind in der aktuellen Zeit mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Die Fortsetzung der schulischen Bildung zuhause, der Wegfall von außerfamiliärer Betreuung und Freizeitaktivitäten, die Notwendigkeit, elterliche Berufstätigkeit und Kinderbetreuung zu vereinbaren, können zu einer psychischen Beeinträchtigung führen.

Prof. Dr. Ulrich Stangier, Abteilungsleiter der Klinischen Psychologie und Psychotherapie an der Goethe-Universität, betont: „Mit diesem kostenlosen Angebot möchten wir Menschen helfen, die Rat suchen, um mit der belastenden Situation besser umgehen zu können.“

Betroffene können ab dem 30.03.2020 unter der Telefonnummer 069-798 46666 mit Therapeutinnen und Therapeuten über ihre Ängste und Möglichkeiten zur Überwindung von Belastungen reden. Montag bis Freitag jeweils 15-21 Uhr; Samstag und Sonntag jeweils 16-20 Uhr.

Speziell für Kinder, Jugendliche und Eltern wird eine Beratung unter der gleichen Telefonnummer 069-798 46666 zu folgenden Uhrzeiten angeboten: Montag-Freitag, 9-14 Uhr.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Ulrich Stangier, Klinische Psychologie und Psychotherapie. Institut für Psychologie, Goethe-Universität Frankfurt. Sekretariat: nerad@psych.uni-frankfurt.de, Tel. 069 – 798 23842.
www.psychologie.uni-frankfurt.de/Corona-Krisentelefon