v.l.: MdL Miriam Dahlke, MdL Nina Eisenhardt, Konrad Zündorf, Geschäftsführer Studentenwerk Frankfurt am Main, Prof. Dr. Christiane Thompson, Vizepräsidentin Goethe-Universität, Ferdinand Heide, Architekt, Matthias Anbuhl, Neuer Generalsekretär Deutsches Studentenwerk, Achim Meyer auf der Heide, scheidender Generalsekretär Deutsches Studentenwerk, Staatsministerin Angela Dorn, Kira Beninga, AStA-Vorsitzende Goethe-Universität, Dr. Albrecht Fester, Verwaltungsratsvorsitzender und Kanzler der Goethe-Universität, MdL Elke Barth.

Nach rund 3 Jahren Bauzeit konnte das Haus A im April 2021 bezogen werden, der Bezug von Haus B und C folgten im Juli 2021. Insgesamt 297 möblierte Einzelappartements à 20 m² mit eigenem Duschbad und Küchenzeile, fünf davon sind barrierefrei, stehen den Studierenden für 350 Euro, inklusive aller Nebenkosten, zur Verfügung.

Heute nun wurde die offizielle Eröffnung im Beisein von Staatsministerin Angela Dorn, Mike Josef, Planungsdezernent der Stadt Frankfurt am Main, Prof. Dr. Christiane Thompson, Vizepräsidentin der Goethe-Universität, Dr. Albrecht Fester, Verwaltungsratsvorsitzender des Studentenwerks Frankfurt am Main, Kyra Beninga, AStA-Vorsitzende der Goethe-Universität, Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks sowie Konrad Zündorf, Geschäftsführer des Studentenwerks Frankfurt am Main gemeinsam mit den dort lebenden Studierenden und weiteren Gästen gefeiert.

Das Besondere an den Neubauten ist nicht nur die Passivhausbauweise nach KFW 40 Standard, ausgestattet mit einer Photovoltaikanlage und der optimalen Lage an dem Sportcampus der Goethe-Universität mit seinen Sportstätten, sondern die Außenanlagen, die zum großen Teil mit Obstbäumen bepflanzt sind sowie der neue Gemeinschaftsgarten.
Mit dem Gartenprojekt wird den Studierenden des gesamten Wohnquartiers der Anbau und die gemeinschaftliche Pflege von Kräuter- und Gemüsebeeten ermöglicht. Das erste Saatgut und die Werkzeuge werden dabei vom Studentenwerk gestellt. Die Ernte aus den Beeten und die Früchte der Bäume werden zum regelmäßig stattfindenden gemeinsamen Kochen in der eigens eingerichteten Gemeinschaftsküche im Haus 39 b verwendet. Die Köche aus den Mensen unterstützen die Studierenden dabei anfangs beim Zubereiten einfacher, kostengünstiger und vor allem saisonaler Gerichte.

So konnten gleich mehrere Orte der Begegnung, Erholung und des Austauschs insbesondere für internationale Studierende geschaffen werden, die das Gemeinschaftsgefüge der Studierenden in den Wohnheimen stärken.

Finanziert wird das Projekt über Patenschaften für die Obstbäume, die gegen eine einmalige Spende in Höhe von 300 € bzw. 150 € für Studierende erworben werden konnten. Für den kleineren Geldbeutel gab es noch Vogelnistkästen und Fledermauskästen. Eine Patenschaft für ein besonders exponiertes Exemplar wurde heute von dem technischen Leiter des Wissenschaftsgartens und Leiter der Außenanlagen an der Goethe-Universität, Herrn Robert Anton, an die Abgeordnetengemeinschaft, bestehend aus den hessischen Landtagsabgeordneten Elke Barth, Nina Eisenhardt, Miriam Dahlke und Ministerin Angela Dorn, für 475 Euro versteigert.

Ergänzt wird das Angebot durch Gemeinschafts-, Fitness- und Waschmaschinenräume. Die Wohnhäuser bieten Raum für den Austausch junger Menschen verschiedenster Nationen und tragen spürbar dazu bei, das Angebot an hochschulnahem und preisgünstigem Wohnraum in Frankfurt zu erweitern.

Wissenschaftsministerin Angela Dorn: „In der Ginnheimer Landstraße kommen Menschen zusammen – hoffentlich bald wieder mehr als zu Pandemiezeiten -, die Nähe zum Campus und zur Stadt ist sehr attraktiv. Ein idealer Standort also für das neue Studierendenwohnheim, dessen Bewohnerinnen und Bewohnern ich eine wunderbare Zeit wünsche, an die sie gern zurückdenken werden. Der Markt für kleine Wohnungen im Ballungsraum Rhein-Main ist sehr umkämpft und Wohnen wird zunehmend zu einer erheblichen finanziellen Belastung für Studierende – diese Situation wurde durch die Corona-Pandemie noch verschärft. Deshalb arbeiten wir als Landesregierung weiterhin an den notwendigen längerfristigen Lösungen dafür, den klugen Köpfen von heute und morgen die bestmöglichsten Bedingungen zum Abschluss Ihres Studiums durch bezahlbaren, guten Wohnraum zu schaffen.“

„Nicht nur in Frankfurt ist Wohnraum für Studierende knapp. Es ist daher wichtig, dass Land und Stadt gemeinsam neuen bezahlbaren Wohnraum schaffen. An der Ginnheimer Landstraße ist das hervorragend gelungen. Ich setze mich dafür ein, dass weitere Vorbildprojekte für studentisches Wohnen in Frankfurt folgen.“, sagt Planungsdezernent Mike Josef.

„Weil die Zahl der Studierenden an den Hochschulen im Rhein-Main-Gebiet in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist, haben wir es mit einem schnell ansteigenden Mehrbedarf an bezahlbarem Wohnraum zu tun. Um die Situation zu entschärfen, bedarf es signifikanter Anstrengungen auf dem Gebiet öffentlich geförderten Wohnraums. Ich freue mich daher, dass in unmittelbarer Nähe des Sportcampus Ginnheim neue attraktive Wohneinheiten entstanden sind, die den Studierenden nicht nur ein Leben in der teuren Stadt Frankfurt ermöglichen, sondern auch Orte der Begegnung und des Austausches bieten, etwa durch gemeinschaftliche Gartenprojekte“, sagt Prof.’in Christiane Thompson, Vizepräsidentin der Goethe-Universität für Lehre, Studium und Weiterbildung.

Kyra Beninga, Vorsitzende des AStAs der Goethe-Universität erklärt: „Es ist erfreulich, dass durch die knapp 300 neu geschaffenen Wohneinheiten zumindest eine kleine Zahl von Studierenden bei der Wohnungssuche entlastet wird. Aber das ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein des Frankfurter Wohnungsmarktes. Um das 2018 von der Landesregierung ausgegebene Ziel zu erreichen, für zehn Prozent der Studierenden einen Wohnheimplatz anzubieten, bräuchte es noch zehn weitere Wohnheime in dieser Größenordnung. Die entsprechenden Flächen dafür sind prinzipiell vorhanden. Nun braucht es endlich den politischen Willen von Seiten der Stadt und des Landes, ihren eigenen Versprechen Taten folgen zu lassen und auf diesen Flächen bezahlbaren studentischen Wohnraum zu schaffen.“

Achim Meyer auf der Heide, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks: „Die Nachfrage nach preisgünstigem Wohnraum für Studierende ist anhaltend hoch. Dies können die Studentenwerke nur mit öffentlicher Förderung stemmen. Meine Anerkennung und mein Dank gehen daher an das Land Hessen und die Stadt Frankfurt, die bislang einzigartig in Deutschland, Zuschüsse für den Wohnheimbau gewährt.“

„Preisgünstiger, zeitgemäßer und hochschulnaher Wohnraum für Studierende ist weiterhin wichtig und lässt sich nur über den Ausbau der gezielten öffentlichen Förderung sowie geeigneten Grundstücken erreichen“, so Dr. Albrecht Fester, Verwaltungsratsvorsitzender des Studentenwerks Frankfurt am Main und Kanzler der Goethe-Universität. Er dankte für die bisher gewährte tatkräftige Unterstützung aller Beteiligten und Unterstützern, dem Land Hessen und der Stadt Frankfurt. „Dennoch besteht weiterhin ein dringender Handlungsbedarf in Form von ausreichenden Baukostenzuschüssen, geeigneten Grundstücken sowie Anmietobjekten“, bekräftigte Fester.

Oberbürgermeister Peter Feldmann: „350 Euro warm – das neue Studierendenwohnheim zeigt, dass preiswertes Wohnen auch in einer Stadt wie Frankfurt machbar ist. Diesen Weg müssen wir mutig weitergehen, durch zusätzliche Angebote für Studierende und mit bezahlbarem Wohnraum. Nur so bleibt Frankfurt attraktiv für Talente-unabhängig vom Geldbeutel der Eltern. Besonders gelungen bei dem Projekt in Ginnheim finde ich die Idee eines Gemeinschaftsgartens. Er hilft nicht nur den Neu-Frankfurtern, schnell Anschluss in ihrer neuen Stadt zu finden – sondern ist ein schöner Beitrag zur Nachhaltigkeit.“

„Studentischer Wohnraum im Rhein-Main-Gebiet ist knapp. Es ist gesetzlicher Auftrag des Studentenwerks, günstigen Wohnraum für sozial schwächer gestellte Studierende aus dem In- und Ausland zu errichten“, so Konrad Zündorf, Geschäftsführer des Studentenwerks Frankfurt am Main. „Ich bin daher sehr dankbar, gemeinsam mit dem Land Hessen, der Stadt Frankfurt am Main und der Goethe-Universität dieses innovative und nachhaltige Wohnprojekt auf den Weg gebracht zu haben“, unterstrich Zündorf. „Die bisherigen Anstrengungen und Vorhaben müssen deutlich ausgeweitet werden, um jedem 10. Studierenden einen Platz in einem öffentlichen Wohnheim zur Verfügung zu stellen.“

Quelle: Pressemitteilung vom 02. September 2021