Bei einem Treffen der Schulpsychologinnen und Schulpsychologen haben Kultusminister Prof. Alexander Lorz (l.) und Uni-Präsidentin Birgitta Wolff (M.) das Zentrum eröffnet. Die Leitung haben der Psychologieprofessor Gerhard Büttner (2.v.l.) und Ministerialrat Dr. Stephan Jeck (2.v.r.) inne. Ganz rechts: Prof. Marcus Hasselhorn (DIPF); Foto: Dettmar

In Zeiten, in denen Schulen mit immer komplexeren Anforderungen und Aufgaben konfrontiert werden, kommt der Schulpsychologie mit ihren Angeboten zur Beratung, Prävention und Intervention eine besondere Rolle zu. Aus diesem Grund haben heute Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz und die Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt, Prof. Birgitta Wolff, im Rahmen eines Treffens der hessischen Schulpsychologinnen und Schulpsychologen den Startschuss für das in den Räumen der Universität untergebrachte neue Kompetenzzentrum Schulpsychologie Hessen (KSH) gegeben.

„Das Kompetenzzentrum Schulpsychologie verbindet wissenschaftliche Expertise mit den Bedürfnissen unserer Schülerschaft und leistet so einen besonderen Beitrag. Mit der strukturellen und fachlichen Anbindung an die Abteilung für Pädagogische Psychologie der Goethe-Universität können wir unsere Lehrkräfte und Schulen somit noch besser unterstützen und vorbereiten“, sagte Kultusminister Lorz.

Im Mittelpunkt der Arbeit des KSH steht dabei die Weiterentwicklung der schulpsychologischen Beratung bis hin zu Präventions- und Interventionsmaßnahmen für die verschiedenen Schulformen in Hessen. Daneben kümmert sich das KSH um die Qualifizierung der Psychologinnen und Psychologen und evaluiert bei Bedarf laufende Präventions- und Interventionsprogramme. Schließlich wird auch der schulpsychologische Schwerpunkt zum Thema „Migration und Beratung von Geflüchteten“ vom KSH aus koordiniert, um Schulen zukünftig noch besser bei der Integration der Geflüchteten beraten zu können.

Damit dies gelingt, arbeiten im Kompetenzzentrum Schulpsychologie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Hand in Hand mit Psychologinnen und Psychologen der Staatlichen Schulämter an gemeinsamen Forschungsthemen und aktuellen schulpsychologischen Herausforderungen. „Die innovative personelle Zusammensetzung des Zentrums bietet sehr gute Bedingungen für den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis.

Davon können beide Seiten profitieren. Die unterschiedlichen Perspektiven, die in das Zentrum eingebracht werden, fördern den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die schulpsychologische Praxis. Sie begünstigen zugleich das Aufgreifen aktueller schulpsychologischer Fragestellungen durch die Forschung“, hebt Universitätspräsidentin Birgitta Wolff hervor.

Quelle: Pressemitteilung vom 24. Oktober