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Ob mit 20 Teilnehmenden in der virtuellen Videokonferenz oder mit 500 auf einer Lernplattform, überall herrscht Leben, ohne dass wir es wahrnehmen können. Entweder sind die Kameras aus oder jeder blickt in eine andere Richtung und in den Foren der Lernplattform geschieht im besten Falle gerade nur das, was als Aufgabe verordnet wurde. Spontaner Kontakt und aktives Wahrnehmen, die in Präsenz durch eine Geste, einen Blick oder eine Bemerkung erfolgen, sind nicht mehr im gewohnten Maße zur Hand. Das Videokonferenz-Tool Zoom bietet daher einige Ersatzmöglichkeiten, die sich auch in anderen Systemen oder auch auf Lernplattformen wiederfinden lassen (zum Beispiel werden die im Folgenden skizzierten Umfragen in Moodle als Abstimmungen bezeichnet).

In Zoom können Moderatorinnen und Moderatoren anonyme oder nicht anonyme Umfragen über das entsprechende Symbol auf der Meeting-Kontrollleiste starten. Am besten gelingt dies, wenn die Umfrage vor der Sitzung angelegt wird. So lässt sich zum Beispiel zu Beginn oder zum Ende einer Sitzung rasch eine Blitzlichtumfrage anzeigen. Im Vorfeld besteht sogar die Option mehrere Umfragen anzulegen, die dann bei Bedarf auch im Verlauf einer Sitzung abgerufen werden können. So lassen sich Meinungen und Stimmungsbilder auch in großen Gruppen abfragen.

Wer in Präsenzsitzungen gerne mit Flipcharts oder Metaplankarten arbeitet, dem bietet Zoom die Möglichkeit ein Whiteboard freizugeben, auf dem gemeinsam geschrieben und gemalt werden kann. Die Verwendung dieser Variante eignet sich allerdings nur für kleine Gruppen und benötigt etwas Zeit zum Eingewöhnen und zum Üben. Wer noch mehr gemeinsam Texte in einer Sitzung bearbeiten möchte, der kann über einen Link im Chat ein Etherpad (webbasierter Texteditor, zum Beispiel https://eplite. studiumdigitale.uni-frankfurt.de/) freigeben, in dem dann gemeinsam gearbeitet werden kann.

Bei allen technischen Möglichkeiten, die die verschiedenen Systeme bieten, gilt jedoch: Wer aktive Teilnahme wünscht, muss selbst aktiv werden (und bleiben!).

Autor: Ralph Müller, studiumdigitale

Dieser Artikel ist in der Ausgabe 3/20 des Mitarbeitermagazins GoetheSpektrum erschienen.