Interdisziplinäres Seminar konzipiert webbasierte Ausstellung zum Komponisten

Der Frankfurter Weinhändler Manskopf sammelte Anfang des 20. Jahrhunderts über 20 000 Exponate für sein privates musikhistorisches Museum. Doch ein Museum mit Musikalien speziell zu Richard Strauss einzurichten, konnte er zu seinen Lebzeiten nicht mehr realisieren.

Prof. Bernd Zegowitz, Literaturwissenschaftler an der Goethe-Universität, fand gemeinsam mit seinem Kollegen Prof. Thomas Betzwieser aus der Musikwissenschaft Gefallen an der Idee, Manskopfs Sammlerbegabung für ein Seminar zu nutzen, in dem es um die Zusammenarbeit von Richard Strauss mit dem Schriftsteller Hugo von Hofmannsthal geht.

Zusammen mit den Studierenden musste der Quellenbestand der Manskopf’schen Sammlung in der Universitätsbibliothek gesichtet werden. Ungefähr 1000 Objekte haben mit Richard Strauss zu tun, dabei handelt es sich vor allem um Noten, Zeitungsausschnitte, Szenenfotos, Porträts, Plakate und Briefe.

Eine Auswahl musste nun getroffen werden. Die Studierenden wurden in Gruppen eingeteilt, um sich jeweils mit einer Objektform zu beschäftigen. Das interdisziplinär angelegte Seminar bestand je zur Hälfte aus Studierenden der Musikwissenschaft und der Literatur- bzw. Theaterwissenschaft.

Trotz des unterschiedlichen Kenntnisstandes in Sachen Musiktheorie war die Zusammenarbeit sehr fruchtbar, finden die beiden Dozenten. Nun ist die virtuelle Ausstellung „Richard Strauss in der Sammlung Manskopf“ online zu bewundern: http://manskopf.uni-frankfurt.de.

Dieser Artikel ist in der Ausgabe 3.20 des UniReport erschienen.