Der Regisseur Christian Franke hat ein Projekt über den Adorno-Schüler Hans-Jürgen Krahl, die Frankfurter Schule und die Studentenbewegung kreiert und geht darin der Frage über das Verhältnis von Theorie und Notwendigkeit der praktischen Umsetzung nach. Er schrieb das monologische Stück eigens für das Bibliothekszentrum (BzG) der Goethe-Universität. Adorno-Experte Dr. Rolf Wiggershaus hat „Wut und Gedanke“ im UniReport als eine „großartige Idee“ bezeichnet:

„Adorno, den kurz vor der Emeritierung stehenden und von vielen Seiten als Aufrührer der Jugend angegriffenen Ordinarius, zu zeigen, wie ein 40 Jahre jüngerer genialischer Doktorand ihn zu Zeiten der Studentenbewegung sah und erlebte.“ Wiggershaus kommt zum Resümee: „Das Stück […] macht eindringlich und nicht ohne Komik klar, was Denker und ihre Theorien alles in Gang zu setzen vermögen.“

Im Wintersemester 2015/16 ist das Schauspiel Frankfurt erneut mit dem Stück „Wut und Gedanke“ zu Gast an der Goethe-Universität. Die Zuschauer können in die ganz besondere Atmosphäre des historischen Lesesaals im IG-Farben-Haus eintauchen und sich in die stürmische Zeit der Studentenrevolte und der 70er Jahre in Frankfurt zurückversetzen lassen. Die Kartenanzahl ist begrenzt, frühzeitiges Anmelden lohnt sich.