Am 1. August sind 19 neue Auszubildende an der Goethe-Universität ins Berufsleben gestartet. Sie werden Industriemechaniker, Fachinformatiker, Gärtner, Tierwirte (Imkerei), Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste (FaMI) oder Verwaltungsfachangestellte. Zum 1. September treten dann noch ein künftiger Tischler sowie eine Inspektoranwärterin ihre Ausbildung an; am 1. Oktober beginnt ein Student für den Bachelor of Science Informatik in der Universitätsbibliothek. 

Zum Auftakt einer ganzen Einführungswoche, die die Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) auf die Beine gestellt hatte, gab es eine Begrüßung durch Kanzler Dr. Albrecht Fester und Ausbildungsleiterin Kerstin Henrich. Fester ermutigte die jungen Berufsstarter, die Universität auch jenseits der eigentlichen Ausbildung zu erkunden, in Vorlesungen reinzuhören, das Weiterbildungsprogramm für sich zu nutzen und gerne auch den Hochschulsport zu testen. Die Universität biete viele Möglichkeiten sich weiterzuentwickeln, erklärte der Kanzler; er selbst – als Wissenschaftler gestartet, der bei seinem Wechsel in die Verwaltung dann seine Vorliebe für komplexe Projekte entdeckt habe – sei ein gutes Beispiel dafür. Das konnte Kerstin Henrich direkt unterstreichen, die selbst mit einer Ausbildung an der Goethe-Universität den ersten Karriereschritt gemacht hatte. 

Während der ersten Ausbildungswoche brachte die JAV die neuen Azubis nicht nur untereinander in Kontakt, sondern erkundete mit diesen auch den Uni-Kosmos: Es gab Führungen an den verschiedenen Standorten, Besuche in Verwaltungsabteilungen, bei Gremien und Personalvertretungen, in Werkstätten, der Universitätsbibliothek, dem Institut für Bienenkunde, im HRZ usw.. Zum Abschluss der Orientierungstage hatte die JAV einen Ausflug für alle 52 Auszubildenden der Goethe-Universität organisiert. 

Stimmen von Auszubildenden:

Franziska Braun, FaMI-Auszubildende, 19 Jahre: „Ich habe vor meiner Ausbildung ein Jahr bei der Tafel gearbeitet – das hat viel in mir bewegt, und ich bin dankbar, mit dieser wertvollen Erfahrung meine Ausbildung aufnehmen zu können. Bei einem Praktikum in der Kinder- und Jugendbibliothek in Bornheim habe ich erste Einblicke in das Arbeiten im Bibliothekumfeld gewonnen – und natürlich bin ich selbst seit vielen Jahren aktive Bibliotheksnutzerin. Ich bin aber auch gespannt darauf, den Universitätsalltag im Rahmen meiner Ausbildung kennenzulernen und hoffe auf eine abwechslungsreiche Tätigkeit mit netten Kolleginnen und Kollegen.“ 

Adelina Toski, Auszubildende zur Verwaltungsfachangestellten, 25 Jahre: „In der Verwaltung zu arbeiten hat mich schon immer interessiert, ich war auch auf einer kaufmännischen Schule. In diesem Wunsch wurde ich noch einmal bestärkt, als ich in den letzten Jahren in der Altenpflege gearbeitet habe und feststellen musste, dass der Bereich nicht richtig für mich war. Da ich Mutter eines sechsjährigen Sohnes bin, mache ich meine Ausbildung in Teilzeit. Die Vielfalt der Goethe-Universität und das Umfeld mit den Studierenden finde ich sehr interessant, und mein Ziel ist, auch nach meiner Ausbildung an der Goethe-Universität zu arbeiten.“ 

Paulina Wrosz, FaMI-Auszubildende, 23 Jahre: „Ich wünsche mir, dass ich nach meiner Ausbildung sagen kann, ‚das ist mein Beruf‘. Ich habe schon viel ausprobiert, unter anderem ein freiwilliges soziales Jahr bei den Maltesern gemacht und bei einem Fotografen gearbeitet. Ursprünglich wollte ich gerne eine Ausbildung zur Buchhändlerin machen; jetzt bin ich gespannt auf meine FaMI-Ausbildung und sehr motiviert, auch die sonstigen Weiterbildungsmöglichkeiten an der Goethe-Universität zu nutzen. Weil ich aus Fulda komme, bin ich wirklich froh, dass ich ein Zimmer in einer WG in Frankfurt gefunden habe.“

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