Letzter Vortrag in der Reihe „Gesellschaft in Bewegung: Interdisziplinäre Perspektiven auf Flucht und Migration“.

Als Sozial- und Kulturpsychologin erforscht Prof. Dr. Nicole M. Stephens wie die soziale Welt systematisch die Selbstwahrnehmung und Handlungen der Menschen beeinflusst. Insbesondere geht sie der Frage nach, wie soziale Klasse, Rasse, ethnische Zugehörigkeit und Geschlecht die alltäglichen Lebenserfahrungen der Menschen sowie wichtige Lebenserfolge wie Bildungsstand und Gesundheit prägen. In ihrem Vortrag „Let’s Talk about Difference: Empowering First-generation College Students to Succeed“ am 14. Februar 2018 um 18.00 Uhr im Anbau Casino Saal West, Campus Westend nimmt Stephens Studierende der ersten Generation, deren Eltern keinen universitären Abschluss haben, in den Blick.

Empowering First-generation College Students to Succeed

Der Vortrag findet statt im Rahmen der interdisziplinären Reihe „Gesellschaft in Bewegung: Interdisziplinäre Perspektiven auf Flucht und Migration“. Sie wird veranstaltet von den Fachbereichen Erziehungswissenschaften, Gesellschaftswissenschaften und Psychologie sowie der Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung an der Goethe-Universität und durch die Stiftungsgastprofessur „Wissenschaft und Gesellschaft“ der Deutsche Bank AG finanziert. Die Moderation an diesem Abend übernehmen Prof. Tanja Brühl und Prof. Rolf van Dick, beide Goethe-Universität.

Inwiefern ist es möglich, Studierende über die Potenziale ihrer verschiedenen Hintergründe aufzuklären und somit benachteiligten Studierenden zu helfen, eine erfolgreiche Hochschulbildung abzuschließen? Stephens wird sich der Thematik auf die neue Art der „Difference-Education“ annähern und verschiedene Prozesse aufzeigen, in welchen die Thematisierung von Ungleichheiten die akademischen Leistungen verbessern kann sowie verdeutlichen, wo diesem neuen Ansatz auch Grenzen gesetzt sind.

Nicole M. Stephens ist außerordentliche Professorin für Management und Organisation an der Kellogg School of Management. Sie promovierte in Psychologie an der Stanford University. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der Rolle der Kultur als ein starker und dennoch häufig vernachlässigter Faktor in Bezug auf die Motivation und die Erklärung menschlichen Verhaltens. Ihre gegenwärtige Forschung beschäftigt sich mit der Rolle der Kultur als Quelle sowie als Lösung von Ungleichheiten in Schulen und am Arbeitsplatz. Sie testet die Effizienz von forschungsbasierten Maßnahmen, welche die Verbesserung der Lebens- und Lernsituationen von unterrepräsentierten Gruppen zum Ziel haben.

Der Vortrag ist in englischer Sprache. Eine deutsche Zusammenfassung liegt bereit.

Programm im Internet: www.abl.uni-frankfurt.de/vortragsreihe