Vor wenigen Wochen kam Dr. Dimitrios Efthymiou von der University of Southampton in England an die Goethe-Universität. Nun arbeitet er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Kolleg-Forschergruppe Justitia Amplificata. Um einen Überblick darüber zu gewinnen, wie die Goethe-Universität strukturiert ist und welche Angebote sie für „Internationale“ bereithält, war er beim ersten Orientierungstag für internationale Forscherinnen und Forscher am 15. April dabei.

„Eine übergreifende Orientierungs- veranstaltung fehlte bisher“

Insgesamt 25 Postdocs und Doktoranden waren der Einladung zur englischsprachigen Veranstaltung von Goethe Welcome Centre (GWC), Goethe Graduate Academy (GRADE), Personal- und Organisationsentwicklung (PE-OE) und der Stabsstelle Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs (FuN) ins Casino auf dem Campus Westend gefolgt.

Eine Lücke schließen

„Es gibt zwar zahlreiche Initiativen in den Fachbereichen, bei denen neue Mitarbeiter mit den Strukturen vertraut gemacht oder bei denen interne Netzwerke geknüpft werden, aber eine übergreifende Orientierungsveranstaltung, die sich gezielt an internationale Forschende richtet, fehlte bisher“, sagt Christiane Mendack, Referentin in der Abteilung Personal- und Organisationsentwicklung, und fährt fort: „Diese Lücke wollten wir schließen und damit ein weiteres Stück zum Ausbau einer Willkommenskultur an der Goethe-Universität beitragen.“

Wie vielfältig die Gruppe der internationalen Nachwuchswissenschaftler ist, zeigte sich schon bei der kurzen Kennenlernrunde: Aus 23 Ländern sind die Forschenden an die GU gekommen; fast alle Fachbereiche sind vertreten.

Eröffnet wurde der Orientation Day durch den Leiter der Stiftung zur Förderung der internationalen wissenschaftlichen Beziehung der Goethe-Universität, Prof. Jürgen Bereiter–Hahn. Er stellte das Erlernen der deutschen Sprache als Schlüssel zu einem sowohl beruflich als auch persönlich erfolgreichen Aufenthalt in Deutschland in den Mittelpunkt seiner Ansprache.

Florian von Bothmer, Leiter des Goethe Welcome Centre, nahm die anwesenden Teilnehmenden bei seinem Vortrag mit auf eine Reise durch die Geschichte der Universität, stellte aktuelle Forschungsschwerpunkte und die Universitäts-Standorte mit ihren ganz eigenen Profilen vor.

Wie funktioniert die Goethe-Universität?

Um die Strukturen im Hintergrund ging es anschließend bei Ulrike Schneider-Gladbach aus der Personal- und Organisationsentwicklung. Sie gab einen kurzen Einblick in das deutsche Wissenschaftssystem, die hessische Hochschullandschaft und den Hochschulentwicklungsplan.

Besonders interessiert waren die internationalen Forscher am Einblick in die universitätseigenen Führungsstrukturen: Welche Gremien bestimmen an der Universität mit? Wie werden die Fachbereiche geleitet, wie die Institute?

Die Teilnehmenden des Orientierungstages konnten anschließend einige Vertreter der Gremien und der Verwaltung direkt kennenlernen: Kollegen von Personalrat/Betriebsrat, Gleichstellungsbüro, Arbeitsschutz, Stabsstelle Forschung und wissenschaftlericher Nachwuchs (FuN), die Goethe Graduiertenakademie (GRADE)sowie die Personal- und Organisationsentwicklung (PE/OE) stellten ihr Leistungsspektrum vor.

Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf den Themen Promotion, Forschungsförderung und wissenschaftliche Karriereplanung: Bei den anschließenden Workshops der Graduiertenakademie GRADE und der Stabsstelle für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs konnten die internationalen Forscher ihre Fragen stellen und gezielt Informationen einholen.

„Ein Jahr früher wäre noch hilfreicher gewesen“

Während der gemeinsamen Mittagspause wurden die neuen Kontakte noch einmal vertieft , bevor ein vom Leiter des GWC angebotener Rundgang über den Campus Westend den Orientierungstag abrundete. Bei den Teilnehmern kam die Veranstaltung sehr gut an.

„Ein Jahr früher wäre noch hilfreicher gewesen“, so der Tenor bei einigen, die schon etwas länger in Frankfurt arbeiten. Gute Noten also für die Premiere dieser Koproduktion von Goethe Welcome Center, PE-OE undGRADE. „Regelmäßige Wiederholungen im Semesterturnus sind geplant“, so Florian von Bothmer.